Über uns

Angefangen hat alles mit Schnee und einem Reißverschluss

2008, eine Altbauwohnung in Hannover Linden-Nord: Unsere erste Tochter ist einen Monat alt und will getragen werden. Draußen schneit es, die warme Jacke geht nicht zu, drinnen droht der Wohnungskoller. Da passt zufällig ein Reißverschluss aus der Nähecke an die Jacke, und die Kumja-Idee ist geboren. Der Name kam von Kerstin: Kumja, komm unter meine Jacke. Die Adapteridee, um dieselbe Erweiterung an verschiedene Jacken zu bringen, von Ronald. Als Ingenieure denken wir in Schnittstellen, der Adapter war unsere eigene kleine Norm.

2009: Urkumja mit Laura in Vietnam

200 Kumjas auf einem Moped

Kurz danach lebten wir für die Entwicklungszusammenarbeit zwei Jahre in Vietnam. Dort fanden wir eine Näherei, tüftelten mit Freunden an den Adaptern und bekamen 2010 die ersten 200 Kumjas geliefert. Auf einem völlig überladenen Moped, wie in Vietnam so üblich. Der Versand lief aus einer Dachkammer in Deutschland, der Telefonsupport aus Vietnam mit sechs Stunden Zeitverschiebung. Nach der ersten Saison war klar: Wir brauchen mehr Kumjas. Aus dem Spaßprojekt wurde nach und nach MamaMotion.

Heute: zwei Produkte, ein Prinzip

Unsere Versandzentrale ist eine ehemalige Kneipe in Hannover Linden, unsere Lagerhalle liegt um die Ecke im Faust Kulturzentrum. Wir entwickeln zwei Produkte selbst: die Kumja-Jackenerweiterung, die per Adapter an praktisch jede Jacke passt, und die modulare MaMo Babytrage. Beide folgen demselben Prinzip: Das Produkt passt sich euch an und wächst mit euch, über Adapter, Varianten und Größen.

Unsere Produktion im schönsten Urlaubsort Vietnams

Gefertigt wird alles in unserer eigenen Produktionsstätte Thien Ha Thuy in Nha Trang. Gegründet haben wir sie mit unseren Freunden Ngoc Anh und Hai, die anfangs nur „ab und zu ein bisschen helfen" wollten. Heute arbeiten dort rund 30 Kolleginnen, ausschließlich für uns. Die Bezahlung liegt über dem Durchschnitt, die Arbeitszeiten sind flexibel je nach Familiensituation, und etwa einmal im Jahr besuchen wir uns persönlich. Wir sind zusammen durch Corona-Flauten, Überflutungen in Nha Trang und stressige Produktpannen gegangen. Dass diese Zusammenarbeit das alles über fast 15 Jahre überstanden hat, ist keine Selbstverständlichkeit.

Produktion in Nha Trang Produktion in Nha Trang Produktion in Nha Trang 10 Jahre Thien Ha Thuy

Nachhaltigkeit, ehrlich gesagt

Nachhaltig sein kann streng genommen kein einzelnes Unternehmen. Der Begriff beschreibt ein System, und unser Wirtschaftssystem ist gerade nicht nachhaltig. In unserem Entscheidungsspielraum versuchen wir, in die richtige Richtung zu entscheiden. Zum Beispiel wechseln wir unsere Schnittstellen nicht alle paar Jahre. Ein neuer Standard entwertet alles, was schon im Umlauf ist, weil sich nichts mehr nachkaufen lässt. Den Kumja-Reißverschluss haben wir genau einmal gewechselt, 2014, von rot (fein und zu schwach) auf grün (grober und stärker). Für Funktion und Qualität, nicht für den Umsatz. Dazu kommen kleinere Entscheidungen: Verpackung ohne Plastik, Carsharing für Firmenwege, Polyester-Monomaterial aus Textilabfällen, das sich am Ende wieder recyceln lässt. Manches haben wir noch nicht gelöst. Wir fragen bei jeder Entscheidung nach den Folgen.

Und die Läden?

2024 haben wir nach langem Abwägen unsere gemeinsam mit viel Herzblut aufgebauten Ladengeschäfte geschlossen. Eine schwere Entscheidung. Wir konzentrieren uns seitdem auf das, was wir am besten können: Produkte entwickeln und fair produzieren. Beraten tun wir euch weiterhin gern, jetzt eben hier im Shop, per Mail, über Instagram und am Telefon.

Beratung im Laden

Beim Start wird der Chat von Chat Data geladen.